15. Mai 2014

Übungen Yoga für Anfänger (Teil 6)

Viparita Karani (halbe Kerze)

Kategorie: Körperübungen
Anatomische Schwerpunkte: Bauch, Beine, Gehirn, Gesäß
Therapeutische Schwerpunkte: Müdigkeit, Stress
Übungsort: Zuhause
Anspruch: Fortgeschrittene
Dauer: 5 – 10 tief ein- und ausatmen

Tipp: Oberkörper sollte flach auf dem Boden liegen.

Vorsicht:  Bei hohem Blutdruck und den ersten Schwangerschaftsmonaten.

 Die Yoga-Übung Viparita Karani ist auch unter dem Begriff halbe Kerze oder umgekehrter See bekannt. Sie stammt aus dem Hatha Yoga, wirkt hormonell ausgleichend und beruhigend. Nebenbei hat sie den wunderbaren Nebeneffekt der Verjüngung. Durch die Umkehrhaltung kann bewirken, dass momentane Sichtweisen nicht die einzig möglichen sind.

Viparita Karani ist beruhigend und anregend zugleich. Grund hierfür ist, dass der Kopf besser durchblutet, die Gehirnleistung demzufolge verbessert und zugleich Herz und Blutkreislauf entlastet wird.

Da die Yogaübung Stille und Leichtigkeit mitbringt und zudem die Nerven beruhigt, ist sie sehr hilfreich bei Kopfschmerzen und Depressionen. Es werden Ödeme in Beinen, Füssen und Knöchel reduziert, die Venen werden entlastet und im Gesamten hat diese Übung einen verjüngenden Effekt.

Ausführung

  1. Rückenlage einnehmen, wenn nötig ein Kissen oder eine gefaltete Decke unter das Gesäß legen.
  2. Dann die Beine nach oben strecken. Der Oberkörper bleibt am Boden. Dies ist eine gute Vorübung für den Schulterstand.

Ardha Matsyendrasana (Drehsitz)

Die Ardha Matsyendrasana ist der sogenannte Drehsitz und ist eine Yoga für Anfänger Übung aus dem Hatha Yoga. Sie verhilft zu mentaler Klarheit, erhöhtem Bewusstsein und mehr Anmut. Zu dem wird die Verdauung angeregt, die Körperhaltung wird verbessert und hilft noch bei Skoliose.

Diese Asanas stimuliert den Blutkreis. Die Funktionen der Organe wird erhört und Verkrampfungen in Nacken, Rücken und Schultern werden gelöst. Zusätzlich werden Giftstoffe aus den Muskeln und Organen abgeführt.

Ausführung

Kategorie: Körperübungen
Anatomische Schwerpunkte: Gesäß, Hände, Nacken, Niere, Rücken, Schultern, Verdauungsorgane, Wirbelsäule
Therapeutische Schwerpunkte: Ischias, Kopfschmerzen, Menstruation, Müdigkeit, Stress
Übungsort: Zuhause
Anspruch: Anfänger
Dauer: 4 Atemzüge

Tipp: Die Wirbelsäule muss immer aufrecht bleiben. Drehung sollte vorallem im Brustraum statt find und nur soweit ausüben, wie sie für einen angenehm ist.

Vorsicht:  Bei Bandscheibenproblemen

  1. Auf eine weiche Yogamatte setzen und die Beine ausstrecken. Dann die Gesäßmuskeln mit den Händen nach hinten und außen und den Rumpf aufrichten. 
  2. Nun die rechte Ferse dicht an den Damm heran ziehen. Dabei das Knie nach außen sinken lassen. Bei Bedarf kann ein Kissen unter das gebeugte Knie gelegt werden. Das linke Bein wird gestreckt und zeigt vorn. Jetzt noch einmal die Wirbelsäule aufrichten.
  3. Beim einatmen die Arme ausbreiten.
  4. Den Rumpf beim Ausatmen nach rechts drehen und die Fingerspitzen der rechten Hand hinter dem Gesäß abstellen. Die linke Hand wird auf das gebeugte Knie abgelegt.
  5. In dieser Position wird nun 4 Atemzüge verweilt. Dabei wird bei jeder Ausatmung der Bauch sanft, aber bewusst nach innen gezogen und mit jeder Einatmung wird die Wirbelsäule aufgerichtet.
  6. Danach wieder zur Mitte zurückdrehen und die Drehung zur selben Seite noch einmal wiederholen.
  7. Übung auch zur linken Seite absolvieren.

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