Schwäbische Donau

Zur Einleitung ein paar Daten zur Donau: Mit knapp 3000 Kilometern Länge ist der Fluß nicht nur der zweitlängste, sondern nach der Wasserführung auch der zweitgrößte Europas nach der guten alten Wolga. Die Donau entsteht am Zusammenfluss seiner beiden Quellflüsse im Mittleren Schwarzwald, von Breg und Brigach. In ihrem Lauf schneidet sie sich durch einige Gebirge, wie etwa die Südkarpaten, in beeindruckenden Engtälern. Die Hauptunterteilung des Flusses erfolgt nach dessen Durchfließen der drei großen Beckenlandschaften. Vom nördlichen Alpenvorland bis zum Wiener Becken erstreckt sich der Oberlauf, das Karpatenbecken, überwiegend in Ungarn, bildet den Mittellauf und bevor die Reise des Wassers im großen Delta zum Schwarzen Meer endet, zieht sich der Unterlauf durch das Rumänische Tiefland.

Der Bereich der Oberschwäbischen Donau erstreckt sich in Baden-Würtemberg über die Schwäbische Alb bis nach Ulm. Hier ist mit fast 1200 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete an der gesamten Donau entstanden - die "Flusslandschaft Donauwiesen". Den Kontrapunkt setzt in dieser Region der höchste Punkt Oberschwabens - der charakteristische Berg "Bussen". Die Kombination dieser beiden "Höhenunterschiede" zieht schon immer viele Menschen in einen Bann. So wurde die gesamte Region im Laufe der Zeit immer besser kulturell und vorallem touristisch erschlossen.

Ein aktuelles touristisches Highlight ist die "ÖkoRegio-Tour Oberschwäbische Donau". Es handelt sich hierbei um 4 Radtouren durch die wunderbare Auenlandschaft. Über 215 Vogelarten, darunter die berühmten Störche sowie vom Aussterben bedrohte Arten wie der Eisvogel, können dabei unter anderem beobachtet werden. Doch nicht nur Flora und Fauna laden zum Stelldichein. Die umliegenden Burgen und Schlösser halten ein sehr vielfältiges Programm für die Besucher bereit. Von Sehens- und Wissenswertem der Steinzeit über die Zeiten der Römer bis zu barocken Palästen reicht die Palette der Sehenswürdigkeiten. Einige laden zum Beispiel zu zünftigen mittelalterlichen Festen ein. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch überwiegend biologisch ausgerichtete und zertifizierte Landgasthöfe. Dort kommen alle regionalen Köstlichkeiten auf den Tisch, die man sich nur vorstellen kann. Dabei ist alles aus frischen Zutaten bereitet. Und wer nach dem Schlemmen nicht mehr weiterziehen mag, der findet auch überall eine gemütliche Unterkunft nicht nur zum Verdauen.

Die ÖkoRegio-Tour ist natürlich nur ein attraktives Angebot unter vielen. Im gesamten Geopark Schwäbische Donau ist für jeden ganz bestimmt ein passendes Angebot dabei. Man sollte bei den vielen naturverbundenen Angeboten jedoch ein wenig auf die Wahl seines Gepäcks achten. Gerade für die Fahrrad-Touren ist es eher nicht zu empfehlen, nur mit dem Koffer anzureisen. Ein ordentliches Fahrrad-Gepäcksystem und ein leichter Rucksack sollten hier den Vorzug erhalten. Denn auch wenn viele Gasthäuser an der Strecke zum Verweilen einladen, sind die Touren doch so umfangreich, dass man schon auf eine ordentliche Reiseausstattung nicht verzichten sollte. Dann wird jede Tour ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis auch für Schüler mit Schulranzen.