Saalekreis

Halle gibt es einmal in Westphalen und einmal an der Saale. Zumindest sind das die beiden berühmtesten Halle in Deutschland. Im ersteren findet ein Tennis-Turnier auf Rasen statt, welches sich als beliebte Vorbereitung auf Wimbledon etabliert hat und in den letzten Jahren immer mit einer qualitativ hochwertigen Besetzung aufwarten kann. Letzteres kommt eher als weltgewandte Kulturstadt einher. Die kreisfreie Stadt wird vollständig vom Saalekreis umschlossen. Wo wir nun endlich beim eigentlichen Thema wären.

Fixieren wir als aller erstes mal die geographische Lage des Saalekreises etwas genauer. Grundsätzlich ist der Kreis im südwestlichen Sachsen-Anhalt zufinden. Er besitzt damit zwei Grenzen an die benachbarten Bundesländer Sachsen (Leipzig östlich) und Thüringen (Kyffhäuserkreis westlich). Inneranhaltisch grenzt der Saalekreis im Süden an den Burgenlandkreis, im Norden an den Salzlandkreis, im Nordosten an den Landkreis Anhalt-Bitterfeld und letztlich im Nordwesten an den Mansfeld-Südharz-Landkreis. Das sollte als genau Lagebeschreibung genügen. Erwähnen wir noch, dass der Verwaltungssitz nach der Zusammenlegung des Saalkreises und Merseburg-Querfurt im Jahre 2007 eben in Merseburg zu finden ist.

Wer nun vielleicht erwartet, hier ein Verzeichnis über alle Postkästen, respektive Briefkästen von einschlägigen Logistik-Dienstleistern zu finden, wird jetzt leider enttäuscht und muss sich den Weg zur nächsten Einwurfgelegenheit für Briefsendungen aller Art woanders im Netz suchen. Was ist also gemeint, wenn vom „Saalekreis-Postkasten“ die Rede ist? Versuchen wir es einmal mit einer Antwort.

Alles wird ja irgendwann und irgendwie einmal digitalisiert. Auch die Bürgerpost an den Saalekreis kann diesen Schritt gehen. Natürlich kann jeder seine Eingabe immer noch ganz klassisch in brieflicher Form einsenden. Der elektronische Postkasten bietet aber ein wenig mehr Komfort und rettet darüber hinaus sicher dem ein oder anderen Baum das Leben. Über ein Formular kann hier jeder seinem Ärger Luft machen oder einen Vorschlag etwa zur Verbesserung der Gesamtsituation abschicken. Der Komfort liegt dann in der Transparenz. Über eine Moderation können solche Eingaben dann umgehend thematisch geordnet direkt in einem Katalog veröffentlicht werden. So bekommt jeder regionale Weltverbesserer zumindest umgehend das Feedback, gehört, respektive gelesen zu werden.

Diesen Effekt bietet der normale Postweg eben nicht so bequem. Die Briefe müssten erst eingescannt und per Texterkennung maschinell lesbar gemacht werden, denn eine Veröffentlichung als Bild ist eher unproduktiv. Natürlich könnte man die Originale in einem Schaukasten irgendwo am Regierungspräsidium ausstellen, der müsste dann aber sicher recht überdimensionale Maße haben. Der elektronische Schaukasten bietet in Verbindung mit einer leistungsfähigen Datenbank sogar eine flinke Volltextsuche für jede Thematik. Auf dieser Grundlage funktioniert die Basisdemokratie ein wenig schneller und effektiver. Zumindest theoretisch...