Die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung

Die Pflegeversicherung und deren Leistungen

Seit dem 1.Januar 1995  haben 80 Millionen deutsche Bürger  einen Versicherungsschutz für den Ernstfall einer andauerenden Pflegebedürftigkeit.

Nachfolgenden werden die Leistungen der Pflegeversicherung im Fall einer ambulanten Pflege kurz näher erläutert. Folgende Gegebenheiten sind zu beachten.

Im Fall selbst beschaffter Pflegehilfen für die häusliche Pflege.

Für den Bedarf an hauswirtschaftlicher Versorgung und Grundpflege können sich Pflegebedürftige selbstständig um eine oder mehrere Pflegepersonen kümmern und in diesem Zusammenhang Pflegegeld beantragt.

Seit dem 1. Januar 2012 werden folgende monatliche Pflegegelder gezahlt

  • In der Pflegestufe 1 erhalten Pflegebedürftige 235€
  • In der Pflegestufe 2 werden bereits 440€ gezahlt und in der Pflegestufe 3 700€.

Ersatzpflege bei Urlaub oder Krankheit der Pflegekraft

Ist die ehrenamtliche Pflegeperson, welche für die häusliche Pflege zuständig ist, durch Krankheit oder Urlaub verhindert kann für diesen Zeitraum eine Vertretung beantragt werden. Seit dem 1.Juli 2008 trifft diese Regelung für 28 Kalendertage im Jahr mit einem Betrag von insgesamt maximal 1.510€ zu. Zu beachten ist dabei, dass die Pflegeperson bereits 6 Monate für die Pflege des Pflegebedürftigen in der häuslichen zuständig ist.

Häusliche Pflege durch professionelle Pflegekräfte

Wer kein Pflegegeld in Anspruch nimmt bzw. keine ehrenamtliche Pflegeperson einsetzen kann, die für die häusliche Pflege zuständig ist, der kann Pflegesachleistungen beantragen.

Bei einer Genehmigung dieser Leitungen übernimmt die Pflegekasse die Kosten der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Grundpflege.

Dem Pflegebedürftigen werden durch Pflegekräfte unterstützt, die in Einrichtungen wie Pflegediensten und Sozialstationen tätig sind. Diese Einrichtungen erfüllen einen Versorgungsvertrag, der mit der Pflegekasse geschlossen wurde. Die jeweiligen monatlichen Pflegeleistungen werden nachfolgend aufgezählt.

In der Pflegestufe 1 ist der monatliche Höchstbetrag auf 450€ festgesetzt. In der Pflegestufe 2 erhöht sich dieser auf 1.100€ monatlich. In der Pflegestufe steigt er letztendlich auf 1.550€ pro Monat.

Einzelne Härtefälle erhalten bis zu 1.918€ pro Monat.

Pflegegeld und Pflegesachleistungen in Kombination

Pflegebedürftige, die die Ihnen zustehenden Pflegesachleistungen nicht vollständig in Anspruch nehmen erhalten die Möglichkeit anteilig Pflegegeld gezahlt zu bekommen. Das Pflegegeld sinkt dabei um den Prozentsatz, den die in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen ergeben. Die Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistungen und damit die Entscheidung wie viel Geld- und Sachleistungen benötigt werden ist für eine Dauer von mindestens einem halben Jahr für den Pflegebedürftigen bindend. Wer auf Nummer sicher gehen möchte sollte sich um eine Pflegezusatzversicherung kümmern, denn nur mit dieser zusätzlichen Absicherung ist die Pflege über den Grundversorgung hinaus gewährleistet.