26. Juli 2013

erneuerbare Energie aus Wind und Sonne

Was wurde nicht alles schon zum Thema der erneuerbaren Energien geschrieben. Unzählige Seiten voll von Für und Wider, tausende Förderantragsformulare, Werbung für Wahnsinnsredite uswusf. Natürlich gibt es auch Seiten mit vielen praktisch anwendbaren Hinweisen, Anleitungen und Erfahrungsberichten.

Seit der beschlossenen Einschränkung der staatlichen Förderung für die gesamte Solar-Wirtschaft wird auch in Deutschland wieder heftig über die regenerativen Energieträger und deren Nutzung diskutiert. Den meisten Diskussionsteilnehmern geht es jetzt natürlich nicht mehr so vordergründig um die Schonung der fossilen und nuklearen Energieträger und damit verbunden der gesamten Umwelt, sondern eher um die zu erwartende Schmälerung ihrer Rendite. Nun fragt man sich, warum die "Vereinigte Solar-Wirtschaft" es bis heute in Deutschland nicht geschafft haben soll, ohne staatliche Zuschüsse zumindest kostendeckend produzieren zu können? Ach ja, die hohen Lohnkosten, die hohen Steuern und die scharfen Umweltauflagen. Da kann man mit den Chinesen natürlich nicht mithalten und muss die Produktion ohne finanzielle Staatshilfen natürlich auch ins Billig-Produktions-Ausland verlagern. Schließlich ist man den Anlegern ja eine Profiterwirtschaftung schuldig. Und wenn der Profit in Deutschland eben ohne Staaatszuschüsse nicht mehr zu erwirtschaften ist, dann müssen die zu "teuren" Mitarbeiter eben wieder zu Randstad zurück. Die Förderung in der nächsten Branche kommt bestimmt...

Obwohl den Löwenanteil an der "künstlichen" Beatmung der Energieerzeugung aus Sonnenlicht immer noch der Endkunde, verrechnet mit vielen kryptischen Schlüsseln auf seiner Stromrechnung, bezahlt haben dürfte, sprechen die Solarhersteller vom Ende des Vorzeigestandorts Deutschlands. Die Aktienkurse gaben natürlich entsprechend nach. Dabei sollte man beachten, dass die Förderung vorallem für privat installierte Anlagen auf Wohnhäusern drastisch gedrosselt wird. Bei vielen Großanlagen auf etwa industriellen oder landwirtschaftlichen Brachflächen wird die Förderung bei Installation nur um 15 Prozent gekürzt. Aber auch in einem Sektor, wo es eher um die Technologie denn um den Profit gehen sollte, setzt sich letztlich das Streben nach Profitmaximierung doch immer wieder durch. Und die Rechnung zahlt nicht nur der Anleger...

Trotzallem hat die Förderung das erreicht, was sie grundlegend erreichen sollte: sehr viele Quadratmeter Dachfläche wandeln das Sonnenlicht über photoelektrische Zellen, zusammengefasst zu immer effektiver arbeitenden Panelen, in Strom um. Obwohl mittlerweile die Solarzellen auch ohne direkte Soneneinstrahlung eine ausreichende Stromerzeugung gewährleisten, kann so manchem Häuslebauer die Sonne gar nicht lange genug scheinen. Manche gehen dann in den Keller und schauen dem (analogen) Zähler für die Einspeisung händereibend beim Drehen zu. Und wer sich vor einer übermäßigen Bestrahlung durch die Sonne lieber schützen möchte, der schaut online schnell mal nach einem passenden formschönen Sonnensegel und montiert es über der Terasse... Jeder strebt halt nach anderen Dingen, aber der Profit schweißt doch letztlich immer alles zusammen. Leider?

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